Datenschutz und -Sicherheit

Datenschutz und -Sicherheit

Sind wie ein Pfirsich.
Aussen weich, mit einem grossen harten Kern.

Warum sollte ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden?

In der Praxis stellen sich viele Geschäftsleiter immer wieder die Frage, ob sie der gesetzlichen Anforderung zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten nachkommen sollten. Schließlich ist man bisher auch ohne einen Datenschutzbeauftragten ausgekommen. Diesen Aufwand könnte man sich doch sparen?

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Wozu ist der Datenschutzbeauftragte gut?

Die Datenschutzgesetzgebung bezieht sich heute in der Praxis auf nahezu alle Bereiche im Unternehmen. Kaum ein Bereich kommt ohne personenbezogene Daten aus. Selbst in der klassischen Produktion haben zumindest alle Mitarbeiter mit Personalverantwortung Zugriff auf personenbezogene Daten ihrer Mitarbeiter.

In diesem Zusammenhang ist es praktikabel, einen Ansprechpartner im Unternehmen zu haben, der sowohl intern als auch extern für alle Fragen rund um den Datenschutz zur Verfügung steht. Der Datenschutzbeauftragte hilft der Geschäftsleitung mit seinem spezifischen Wissen darüber hinaus bei der Erledigung der gesetzlichen Anforderungen.

Rechtliche Vorgabe

Für alle Unternehmen, in denen mehr als neun Personen mit personenbezogener Datenverarbeitung zu tun haben, ergibt sich aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) die Pflicht, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld.

Könnte man ein Bußgeld nicht in Kauf nehmen?

Das BDSG sieht für die Nichtbestellung eines Datenschutzbeauftragten zunächst einmal ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro vor. Zu beachten ist hierbei, dass das Bußgeld den wirtschaftlichen Vorteil der Nichtbeachtung datenschutzrechtlicher Vorschriften übersteigen soll.

Es lohnt sich also nicht, die Rechnung aufzumachen, wie lange man keinen Datenschutzbeauftragten bezahlen muss, bis die Zahlung eines eventuellen Bußgelds günstiger wird. Die Aufsichtsbehörden wissen sehr genau, was ein Datenschutzbeauftragter im Jahr kostet und können sehr wohl diesen Betrag auch mit den Jahren multiplizieren, in denen man sich den Datenschutzbeauftragten gespart hat. Da kommen schnell hohe Summen zusammen!

Dann zahlt das Unternehmen halt das Bußgeld!

Selbst wenn das Unternehmen einer drohenden Bußgeldzahlung gelassen entgegen sieht, sollte man noch eines beachten: Das fahrlässige Nichtbeachten bekannter Gesetzgebung lässt sich nicht mit der Sorgfaltsplicht eines Geschäftsleiters vereinbaren. Man muss also davon ausgehen, dass der Geschäftsleiter (Vorstand, Geschäftsführer o.ä.) gegenüber dem Unternehmen hierfür privat zu haften hat! Insbesondere angestellte Geschäftsleiter haben also damit zu rechnen, dass sich die Gesellschaft etwaige Bußgelder bei ihm persönlich zurückholt.

Fazit

Die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten macht aus unterschiedlichen Gründen viel Sinn. Als Datenschutzbeauftragter kann sowohl intern ein Mitarbeiter oder aber auch eine externe Person bestellt werden. Externe Datenschutzbeauftragte sind oftmals günstiger als man gemeinhin denkt.


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